Bankgewerbe fürdie Armen

Durch Mikro-Darlehen, Mikro-Industrie, Pilzanbau, Hühner und Ziegen werden in Entwicklungsländern Arbeitsplätze, Einkommen und Hoffnung gefördert. Diese Seite ist eine Anleitung für Projektleiter, wenn Sie jedoch ein Besucher sind, sind Sie auch willkommen. Alle diese Ratschläge und noch viel mehr können in unserem Handbuch für Leiter nachgelesen werden, welches hier kostenlos in pdf Format herunter geladen werden kann.

Für die Ziegenbank, welche Waisen eine Zukunft bieten klicken Sie hier.

Für eine Übersicht über die verschiedenen Projekte klicken Sie hier

Wenn Sie ein Leiter, ein Student oder ein Absolvent von einer unserer DCI Missionsschulen sind und ein neues Projekt beantragen möchten, schauen Sie sich bitte diese Seite an.

Woher kommt das Bankwesen für die Armen?

Während den letzen 15 Jahren haben wir vielen armen Menschen in Afrika und Indien mit Mikro-Krediten und Mikro-Geschäften geholfen, vermehr selbstständig zu werden und dadurch auch ihren Familien und Kirchen zu helfen.

Die Inspiration für eine solche „Darlehensbank“ kommt ursprünglich aus dem 5.Buch Moses 15, 7-11 in der Bibel.

„Wenn aber dein Bruder, ein anderer Israelit, Not leidet, irgendwo in dem Land, das der HERR euch geben wird, dann darfst du nicht hartherzig sein und deine Hand vor deinem Bruder verschließen. Leih ihm gegen ein Pfand, so viel er braucht. Sei auch nicht so gemein und berechnend, dass du denkst: »Das siebte Jahr ist nicht mehr fern, dann muss ich ihm die Schulden erlassen!« Gönne ihm das und lass ihn nicht vergeblich bitten! Wenn er sich beim HERRN über dich beklagen muss, hast du schwere Schuld auf dich geladen. Hilf ihm gern, tu es nicht widerwillig! Dafür wird dir der HERR auch alles gelingen lassen, was du unternimmst. Es wird in eurem Land immer Arme geben; deshalb befehle ich euch: Unterstützt eure armen und Not leidenden Brüder!“

 

Wie macht Ihr es?

1. Wir bekommen Spenden als „Investition“ von unseren Freunden und Unterstützern in England und Übersee. Jesus sagte zu einem seiner Diener, dem er Geld anvertraut hatte „‚Treibt Handel damit und macht etwas daraus, bis ich komme!“ (Lukas 19, 13)

2. Wir erhalten Anträge für neue Projekte von Leitern, Studenten oder Absolventen von unserem Netzwerk von Bibelschulen, von Frauen oder Männern, die eine Vision haben um den Armen zu dienen und dazu auch die nötigen geistigen und administrativen Gaben besitzen.

Wir glauben an Partnerschaft ohne die Ausübung von Kontrolle oder Besitztum. Nachdem der Antrag bewilligt wurde,  statten wir unseren Partner mit einem Start-Darlehen aus. Er, seine Organisation oder Kirche sammeln – offensichtlich auf einer sehr geringeren Skala – ebenfalls Geld. Wir betrachten diese Mithilfe als sehr hilfreich, denn sie ist ein klares Zeichen des Verantwortung, der Risikoteilung und der Partnerschaft.

3. Der Leiter vor Ort ist nun in einer engen Beziehung mit uns und ist gegenüber einem lokalen Dorf oder einer Gruppe verantwortlich und kündigt das Vorhanden sein von Mikro-Krediten an. Die Menschen werden informiert, dass kleine Darlehen beantragt werden können um damit durch Mikroindustrie oder Heimarbeit eine Arbeitsstelle zu schaffen. Das Ziel ist es, ein selbstständiges Leben zu führen und auch grosszügig gegenüber anderen zu werden.

4. Die Bank bietet Darlehen von $50, $100 oder maximal $150 ohne oder nur sehr geringem Zins an. Das Darlehen muss  von Beginn an innert 6, 12 oder 24 Monaten in wöchentlichen Raten zurückbezahlt werden.

Im Vergleich zu den Raten der kommerziellen Banken von 18% und mehr und denen der Abzocker von bis zu 100% und mehr ist allen eine 2% Rate sehr willkommen und keine Belastung. Einige Banken verlangen überhaupt keinen Zins. Sie erwarten jedoch, dass der Begünstigte am Ende ein Geschenk gibt. Wenn das Geschenk ein Produkt ist, wird es entweder auf dem Markt oder in der Kirche verkauft um das Bankguthaben zu vergrössern. Durch diesen konstanten Geldfluss kommt immer wieder Geld zurück, welches dann wieder als Darlehen an andere weiter gegeben wird.

5. Die Bank wird durch einen örtlichen gewählten Vorstand von Männern und Frauen zusammen mit unserer Kontaktperson verwaltet.

Sie erhalten mündliche Bewerbungen von Witwen, Waisen und armen Leuten in jeder Altersgruppe. Die einzige Bedingung ist, dass diese Leute bei einer normalen Bank kein Darlehen bekommen würden. Es werden zunächst Frauen bevorzugt, dann kommen ärmsten Leute, die ohne Land und begabte Leute welche in unselbstständiger Arbeit gefangen sind. Der Vorstand oder ihre Stellvertreter bilden die Bewerber aus, so dass sie ihre einfache Verantwortung verstehen und wahrnehmen können.

Unsere Bank heisst auch gerne Analphabeten willkommen, die nur mit einem X oder mit einem Fingerabdruck unterschreiben können. Wir haben keine Papiere, keine Verträge – wir vertrauen den Armen. Wir fragen auch nicht nach Absicherungen. Dennoch muss der Bewerber, wie arm er auch sein mag, eine Person mit  bekanntem Hintergrund und guter Integrität sein. Ebenfalls muss er auch ein treues Mitglied einer Gemeinde und seinem Pastor, Priester oder anderen respektierten geistigen Leiters gut bekannt sein. Der Bewerbungsausschuss macht Nachfragen.

Das folgende Vorgehen ist absolut notwendig. Dies nicht zu tun, kann eine Vielzahl Fehler auslösen.

Der Bewerber muss zusammen mit Anderen einer Selbsthilfe beitreten. Dort tauschen sie Ideen aus, wie sie Geld verdienen können. Sie unterstützen sich gegenseitig und helfen einander Wege aus Schwierigkeiten zu finden, denen sie in der Zukunft begegnen könnten.

6. Die mündliche Beantragung muss auch Erläuterung eines einfachen Geschäftsplanes beinhalten. Er soll zeigen, dass das Projekt gut durchdacht und machbar ist. Der Bewerber muss auch zeigen, dass er die nötigen Fähigkeiten für die Bewältigung der Arbeit besitzt. Wenn er dies nicht tut, sollte er vorher ein Darlehen oder ein Geschenk beantragen, damit er die nötige Ausbildung an einer uns bekannten Schule bekommen kann. .

Es gibt 7 Sachen, welches der Vorstand wissen muss:

  1. Was ist der Antrag genau?

  2. Wieso wird es funktionieren? Gibt es einen Markt für dieses Produkt oder für diese Dienstleistung?

  3. Wer wird involviert sein – wer sind die Kunden, die Arbeiter; wer überwacht das Projekt  und wer ist der Berater?

  4. Wo genau wird das Geschäft sein?

  5. Wann wird das Projekt genau gestartet und ab wann läuft es?

  6. Wieviel wird das Projekt kosten?

  7. Wie ist der Ablauf geplant – erster Schritt, zweiter Schritt und so weiter?

Was geschieht dann?

Wenn der Vorstand das Projekt befürwortet, erhält der Bewerber das Geld und beginnt an seinen Projekt unter regelmässiger wöchentlicher Aufsicht und zusammen mit der Selbsthilfegruppe zu arbeiten. Ein Mitglied des Bankvorstandes kümmert sich um ihn und sammelt die Rückzahlungen des Darlehens ein. Dies kann ein Geschäftsmann von der Kirche sein, der seine Zeit und Erfahrung in den Dienst dieser Missions stellt.

Sobald die ersten Rückzahlungen ankommen oder wenn das Darlehen vollständig zurück bezahlt ist, kommt das Geld wieder in die Bank und wird so bald als möglich an den nächsten zugelassenen Bewerber weiter gegeben. Der erste Begünstigte kann wiederum ein Darlehen zur Vergrösserung seines Geschäftes beantragen.

Unsere Bank hat schon eine Vielzahl Projekten bewilligt – wie die Bereitstellung von Samen oder jungen Tieren, von Nähmaschinen, Karren mit vielleicht einem Esel, Kühen, Ziegen, oder die Bereitstellung von Marktständen oder Essensständen am Strassenrand. Alle diese Mikrogeschäfte schaffen Arbeitsplätze und haben einen unkomplizierten Geldrückfluss. Wir ziehen es vor keine Hightech Projekte oder Sachen mit hohen Unterhaltskosten zu unterstützen.

Generell hatte die „Bank“ während all der Jahre die volle Kooperation der Bewerber. Die einzigen gescheiterten Projekte waren auf Kriegsereignisse oder auf den unvorhergesehenen, natürlichen Tod des Bewerbers zurück zu führen. Auch haben wir gelernt, Frauen die zuverlässigsten Leiher sind.

Übers Ganze gesehen ist die „Bank für die Armen“ bis jetzt ein grosser Erfolg. Sie hat vielen Menschen auf den Weg zu einem guten Selbstwertgefühl der Selbstversorgung geführt und Ihnen die Möglichkeit zur Grosszügigkeit anderen gegenüber gegeben. .

Sehen Sie das Aduku Dorfprojekt in Uganda

Wir haben eine Warteliste für neue Bankprojekte für die Armen. Es würde uns sehr freuen, wenn sie ein neues Projekt mit einer Spende ans Startkapital unterstützten. Herzlichen Dank!

oder  klicken Sie hier  für alternative Methoden

Andere Quellen von Mikro-Krediten und Ratschlägen sind:

Grameen Opportunity International Medic International

Links International Global Giving Kiva Farms International

Micro Finance Gateway Micro Credit Summit CGAP

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